Ananas
Eine Ananas ist auch mathematisch ziemlich gehaltvoll. 🍍
Schaut man eine Ananas genauer an, erkennt man spiralförmige Strukturen, die sich in verschiedene Richtungen winden. Zählt man diese Spiralen, findet man je nach Richtung unterschiedliche Anzahlen – typisch sind 5, 8 und 13, bei größeren Früchten sogar 8, 13 und 21.
Diese Zahlen sind kein Zufall: Sie gehören zur Fibonacci-Folge:
1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34 …
Sie entsteht dadurch, dass jede Zahl die Summe der beiden vorhergehenden ist.
Aber wie kommen Fibonacci-Zahlen in eine Ananas?
Die einzelnen Blüten (aus denen später die „Augen“ werden) wachsen nacheinander am „Stamm“, jeweils nach oben versetzt und um einen festen Winkel verdreht.
Dieser Winkel liegt sehr nahe am sogenannten goldenen Winkel (~137,5°).
Weil jede neue Blüte um einen festen Winkel versetzt wächst, entstehen die engsten Nachbarschaften bei der Frucht nicht zwischen direkt aufeinanderfolgenden Blüten, sondern zwischen jeder fünften, achten, oder 13. …
Wenn man diese Blüten verbindet (also z.B. 1-6-11, 2-7-12, etc.) , werden die Spiralen sichtbar, die wir an der Ananas zählen können.
Mathematische Prinzipien tauchen oft dort auf, wo man sie nicht unmittelbar vermutet – sogar im Obstkorb.
